Agrarförderung
Webcode:01040575

Förderung von regionalen Verarbeitungs- und Vermarktungseinrichtungen

Das Programm zur Förderung von regionalen Verarbeitungs- und Vermarktungseinrichtungen soll die regionale Verarbeitung und Vermarktung produzierter landwirtschaftlicher Erzeugnisse und/oder daraus verarbeiteter Produkte unterstützen. 

Hierzu ist in Niedersachsen zum 01.09.2022 die Richtlinie Förderung von Investitionen in regionale Verarbeitungs- und Vermarktungseinrichtungen sowie mobiler Schlachtanlagen und mobiler Molkereien in Kraft getreten.
Danach werden Ausgaben für mobile Schlachtereien und mobile Molkereien, einschließlich damit verbundener Kühleinrichtungen und Einrichtungen für die Weiterverarbeitung der mobil erfassten Erzeugnisse gefördert.
Gegenstand der Förderung sind zudem Verarbeitungs- und Vermarktungseinrichtungen ökologisch und konventionell produzierter landwirtschaftlicher Erzeugnisse und/oder daraus verarbeiteter Produkte.
Nicht förderfähig sind unter anderem Investitionen in Gebäude, Container und Fahrzeuge sowie Anhänger- wobei sich der Förderausschluss nicht auf deren Einrichtungsgegenstände bezieht.
Für mobile Molkereien und Schlachtanlagen gelten gesonderte Regelungen.


Einige Eckpunkte der neuen Fördermaßnahme:

  • Die Zuwendungshöhe beträgt maximal 100.000 €.
  • Der Mindestförderbetrag muss 5.000 € überschreiten.
  • Der Fördersatz beträgt 40%.
  • Potentielle Antragsteller sind landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse mit Sitz und Unternehmensstandort in Niedersachsen. Sie müssen Kleinst- oder Kleinunternehmen gemäß der einschlägigen EU-Definition sein.
  • Weitere Fördervoraussetzungen sind unter anderem,
    • dass die Wirtschaftlichkeit der Investition nachgewiesen wird.
    • dass mindestens 50% der Waren regional bezogen werden. 

Waren im Sinne der Richtlinie (Punkt 4.3) sind landwirtschaftliche Erzeugnisse und deren Verarbeitungsprodukte. Als regional sind die Waren dann zu bezeichnen, wenn ihre Erzeugnisherkunft innerhalb eines Radius von 75 km vom Investitionsort liegt. Die Gesamtheit der bezogenen Waren (=100%) ist über den Warenwert zu ermitteln, d.h. über Menge x Preis, (Berechnungsgrundlage wären die entsprechenden Rechnungen).
Die Regelung zum Warenbezug gilt nicht bei Investitionen in mobile / teilmobile Molkereien und Schlachtanlagen.

Die Antragsauswahl erfolgt im Rahmen eines Rankingverfahrens, wobei die Anträge anhand der nachstehend aufgeführten Kriterien mit festgelegten Punkten bewertet werden:
o    Unternehmensgröße
o    Antragsteller ist ein landwirtschaftlicher Betrieb oder ein dem Betrieb familiär zugehöriger Gewerbetreibender
o    Investition in mobile/ teilmobile Molkerei oder Schlachterei
o    Investition in die Verarbeitung oder Vermarktung ökologischer landwirtschaftlicher Erzeugnisse und daraus hergestellter verarbeiteter Produkte
o    Regionaler Warenbezug

Der erste Antragsstichtag ist der 21. September 2022. 
Antragsunterlagen sind dem untenstehenden Downloadbereich zu entnehmen. 
Für weitere Informationen zum Verfahren stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.


                                                                                        Stand 06.09.2022

Kontakte

Dipl.-Ing. agr.
Dr. Juhl Jörgensen

Förderung der Ernährungswirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung, regionale Verarbeitungs- und Vermarktungseinrichtungen

0511 3665-1191

juhl.joergensen~lwk-niedersachsen.de

B.Sc. agr.
Louisa Eggerking

Förderung der Ernährungswirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung, regionale Verarbeitungs- und Vermarktungseinrichtungen

0511 3665-1215

louisa.eggerking~lwk-niedersachsen.de